Morgens ist es plötzlich kalt, am Mittag scheint die Sonne und am Nachmittag zieht ein kalter Wind auf. Der Herbst stellt Eltern jeden Tag aufs Neue vor die Frage: Was soll mein Baby heute anziehen?
Gerade bei Babys ist es nicht ganz einfach, die richtige Kleidung für wechselnde Temperaturen zu finden. Zu warm soll es nicht sein, frieren soll das Baby aber natürlich auch nicht.
Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Zwiebellook lässt sich die Kleidung ganz einfach an die jeweilige Situation anpassen.
Warum der Zwiebellook im Herbst so praktisch ist
Im Herbst können die Temperaturen innerhalb weniger Stunden stark schwanken. Morgens braucht dein Baby vielleicht eine zusätzliche Schicht, während am Nachmittag eine davon wieder ausgezogen werden kann.
Statt einer einzigen dicken Schicht ist es deshalb sinnvoller, mehrere dünnere Kleidungsschichten miteinander zu kombinieren.
So kannst du unterwegs flexibel reagieren:
- Wird es wärmer, ziehst du eine Schicht aus.
- Wird es kühler, kommt eine Schicht dazu.
- Im Kinderwagen kann zusätzlich eine Decke oder ein Fussack verwendet werden.
- Beim Tragen solltest du beachten, dass dein Baby durch deine eigene Körperwärme zusätzlich gewärmt wird.
1.) Die erste Schicht: Wolle und Seide direkt auf der Haut
Gerade im Herbst eignet sich ein Body aus Wolle/Seide sehr gut als erste Kleidungsschicht.
Die Kombination fühlt sich angenehm weich auf der Haut an und kann dabei helfen, Temperatur und Feuchtigkeit auszugleichen. So bildet sie eine gute Basis für weitere Kleidungsschichten. Wichtig ist dabei: Auch wenn es draussen kälter wird, muss die erste Schicht nicht automatisch dicker werden.
2.) Die zweite Schicht: Hose, Shirt oder Strampler
Über dem Body kann je nach Temperatur eine weitere dünne Schicht folgen.
Zum Beispiel: Body aus Wolle/Seide → Hose → Shirt oder Jäckchen
Bei kleineren Babys ist auch ein Strampler eine praktische Möglichkeit.
Der Vorteil des Zwiebellooks: Du kannst die Anzahl der Schichten flexibel an die Temperatur und die Aktivität deines Babys anpassen.
3.) Wenn es draussen kühler wird: der Walk-Overall als äusserste Schicht
Wird es richtig kühl, kann ein Walk-Overall eine praktische äussere Schicht sein.
Darunter können je nach Temperatur mehrere dünne Schichten getragen werden, zum Beispiel:
Wolle/Seide-Body → Oberteil → Hose → Walk-Overall
Der Walk-Overall wird dabei nicht zwingend direkt über dem Body getragen, sondern kann als letzte Schicht über der darunterliegenden Kleidungdienen.
Das macht ihn besonders praktisch für wechselhaftes Herbstwetter: Wird es wärmer, kann der Overall ausgezogen werden, ohne dass gleich die darunterliegende Kleidung angepasst werden muss.
Bei milderen Temperaturen reichen entsprechend weniger Schichten darunter. An kälteren Tagen kann eine zusätzliche Wollschicht sinnvoll sein.
Auch hier gilt: Nicht die Anzahl der Kleidungsstücke allein entscheidet darüber, ob einem Baby warm genug ist. Temperatur, Wind, Sonneneinstrahlung, Bewegung und die individuelle Empfindung des Babys spielen ebenfalls eine Rolle.
Und was ist mit der Mütze?
An kühlen Herbstmorgen kann eine dünne Mütze aus Wolle oder Wolle/Seide angenehm sein. Wird es später wärmer, kann sie wieder ausgezogen werden.
Gerade bei Babys ist es sinnvoll, nicht automatisch möglichst dick einzupacken, sondern die Kleidung an die aktuelle Situation anzupassen.
Unser Tipp für den Herbst
Im Herbst muss nicht jede Temperatur eine komplett neue Garderobe bedeuten. Eine kleine Auswahl verschiedener Schichten ermöglicht es, die Kleidung immer wieder neu zu kombinieren.
Naturmaterialien wie Merinowolle, Wolle/Seide und Walk werden deshalb gerne für die Übergangszeit eingesetzt. Sie lassen sich gut miteinander kombinieren und ermöglichen es, die Kleidung je nach Temperatur anzupassen.
Eine kleine Auswahl hochwertiger, kombinierbarer Kleidung und das Prinzip „mehrere dünne Schichten statt einer dicken“ reichen im Alltag oft völlig aus.
Und wenn du morgens noch unsicher bist, was dein Baby braucht: Starte lieber mit einer zusätzlichen Schicht und passe die Kleidung unterwegs an.
Denn der Herbst darf ruhig wechselhaft sein – die Babykleidung darf es auch.